Laudato si’: Bildungshaus des Stiftes Zwettl geht neue Wege

Das Bildungshaus des Stiftes Zwettl richtet sein Bildungsprogramm künftig an Papst Franziskus' Umwelt- und Sozialenzyklika Laudato si' aus. Abt Johannes Szypulski hat mit 1. Juli die Leitung des Bildungshauses übernommen und kümmert sich nun um die Neuausrichtung des Programmes.

Das Bildungshaus des Stiftes Zwettl geht neue Wege. In Zukunft soll das Thema Schöpfungsverantwortung im Fokus des Bildungsprogrammes stehen. (c) Stift Zwettl/ Studio Kerschbaum

Das Bildungshaus des Stiftes Zwettl geht neue Wege. In Zukunft soll das Thema Schöpfungsverantwortung
im Fokus des Bildungsprogrammes stehen. (c) Stift Zwettl/ Studio Kerschbaum

„Wir haben als Gemeinschaft uns mit unserer Verantwortung auseinandergesetzt und sind zur Überzeugung gekommen, dass wir, den Worten unseres Papstes Franziskus folgend, unser Apostolat verstärkt aus der Perspektive der Schöpfungsverantwortung wahrnehmen wollen und müssen“, so Abt Johannes Szypulski des Stiftes Zwettl. Abt Szypulski hat mit 1. Juli die Leitung des Bildungshauses des Stiftes Zwettl vom emeritierten Abt Wolfgang Wiedermann übernommen.

Bildungsprogramm auf „Laudato si'“ ausgerichtet

Die Enzyklika soll demnach das Leitbild sein, „denn wir können allen Herausforderungen, mit denen wir es zu tun haben, aus der Perspektive unserer Verantwortung für die Schöpfung Gottes begegnen“, so der Abt. Schon für die kirchliche Schöpfungszeit, die traditionell mit dem Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September beginnt und bis 4. Oktober andauert, seien demnach mehrere Akzente geplant. Ab Allerheiligen werde dann das Bildungshaus „Laudato si'“ Stift Zwettl ein neu ausgerichtetes Programm anbieten, das den Leitlinien von Papst Franziskus folgend die verschiedenen Themen der „Sorge für das gemeinsame Haus“ in der gesamten ökologischen und sozialen Bandbreite zum Inhalt habe.

Das neue Bildungsprogramm soll die verschiedenen Themen der „Sorge für das gemeinsame Haus“ in der gesamten ökologischen und sozialen Bandbreite zum Inhalt habe. (c) Stift Zwettl/ Studio Kerschbaum

Das neue Bildungsprogramm soll die verschiedenen Themen der „Sorge für das gemeinsame Haus“ in der gesamten ökologischen
und sozialen Bandbreite zum Inhalt habe. (c) Stift Zwettl/ Studio Kerschbaum

Übergabe mit neuer inhaltlicher Ausrichtung

Bis 31. Oktober werden beide Äbte das Haus noch gemeinsam führen. Bei der Übergabe der Geschäfte Anfang Juli dankte Abt Szypulski seinem Vorgänger, der das Bildungshaus seit 1976 leitete und auch nach seiner Emeritierung als Abt des Stiftes Zwettl das Haus zuletzt durch die schwierige Zeit der Corona-Pandemie geführt habe. Die Übergabe der Leitung wolle er für eine neue inhaltliche Ausrichtung des Bildungshauses nützen.

„Niemand wird bestreiten, dass unsere Gesellschaft in den letzten Jahren mit Herausforderungen ungeahnten Ausmaßes konfrontiert worden ist“, so der neue Leiter. Die Angst vor einem Nuklearkrieg sei plötzlich wieder real geworden und die Corona-Pandemie bestimme seit mehr als zwei Jahren weite Teile des familiären und sozialen Lebens und auch der Arbeitswelt. Als Kirche und als Konvent sei man gefordert, „angesichts all dieser Bedrohungen sowie einem verdunstenden Glauben in unserer mitteleuropäischen, postmodernen und säkularen Gesellschaft“ den Menschen Orientierung aus dem Glauben anzubieten, zeigte sich der Abt überzeugt.


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